Tagung 2020 abgesagt

Die Tagung im Jahr 2020 sollte uns vom 26. bis 29. März 2020 in das CocoNAT Workation Retreat in Klein–Glien bei Bad Belzig führen. Leider hat sich das neuartige Corona–Virus SARS–CoV–19 auch in Deutschland breitgemacht, weshalb wir, das Direktorium der Forth–Gesellschaft, nicht in der Lage sind, die Tagung wie geplant durchzuführen.

Seit Anfang März steigen die Fallzahlen von COVID–19, wie die WHO die vom Erreger SARS–CoV–19 ausgelöste Krankheit nennt, auch in Deutschland rasant exponentiell an — exponentiell ist das, wofür die wenigsten Menschen ein intuitives Gefühl haben. Wir denken linear und extrapolieren von der Vergangenheit linear weiter.

Entsprechend lief in den vergangenen Tagen eine ansteckende Welle Aktionismus durch die bislang abwartende Politik, und auch die rechtliche Situation hat sich, wie vor Tagen schon vermutet, erheblich geändert.

Das Virus ist bekämpfbar, aber nur mit harten Maßnahmen — nicht über konstante Faktoren, sondern indem man den multiplikativen Faktor von >1 auf <1 (und zwar möglichst deutlich kleiner — je kleiner, desto kürzer die harte Maßnahme) drückt.

Alle Maßnahmen werden mit einer Verzögerung von 10 Tagen oder mehr wirken, weil die gemeldeten Zahlen den tatsächlichen Ansteckungen etwa um 10 Tage hinterherhinken.

Einige Maßnahmen wirken nur, solange die Fallzahlen klein sind, weil z.B. das Testen und Verfolgen aller Kontakte einfach ab einer gewissen Fallzahl nicht mehr möglich ist.

Und einige Maßnahmen sind erst durchsetzbar, wenn die Fallzahlen groß genug sind, damit alle Skeptiker überzeugt werden. Obwohl die Maßnahmen dann länger dauern und härter sein müssen. Der Beschluss von Bundesregierung und Ländern vom 16. März untersagt deutschlandweit schon sehr viele Arten von Veranstaltungen.

Was bedeutet das konkret?

Es gibt im Moment erhebliche Einschränkungen der Versammlungsfreiheit. Unsere Veranstaltung ist nicht direkt wörtlich erwähnt, aber das ist alles mit „oder ähnliches“ ergänzt.

Übernachtungen dürfen nur noch zu „notwendigen“ Zwecken genutzt werden, und definitiv nicht zu touristischen Zwecken. Unsere Tagung ist ganz sicher nicht systemrelevant, und damit im Moment nicht nur verzichtbar, sondern damit eben auch nicht zulässig.

Selbstverständlich versuchen wir, Stornogebühren zu vermeiden, um das Vereinsvermögen nicht zu belasten.

Wir überlegen daher, ob und wie wir die Tagung im März als „virtuelle Forth–Tagung“ abhalten können, bei der wir uns per Video–Konferenz zusammenschalten. Außerdem sind wir derzeit auch mit dem Tagungshotel CocoNAT über eine mögliche Verschiebung der Tagung etwa in den (Spät)–Sommer in Verhandlungen.

Die Vierte Dimension 01/2020 ist im Druck und wird die Abonenten in den kommenden Tagen erreichen.

Informationen über die virtuelle Tagung versenden wir per E-Mail an alle angemeldeten Teilnehmer und weitere Infos gibt es auf dieser Webseite.

Bleibt gesund, oder übersteht, falls es nicht klappt, diese Infektion unbeschadet.

Bernd
Ulli
Carsten